Aliens und möglicher Kontakt
Theorien und Argumente zur Frage nach außerirdischen Zivilisationen und den Bedingungen eines möglichen Kontakts
- vom Fermi-Paradoxon über die Drake-Gleichung bis zur Hart-Tipler-These der Nichtexistenz von Aliens und den Folgen für das SETI-Projekt, den Gegenargumenten renommierter Wissenschaftler und aktuellen Suchmethoden...
Inhalt ( Teil 1 - 5 )
- Teil I: Fermi-Paradoxon - Warum hören wir nichts von außerirdischen Zivilisationen?
- Teil II: Die Hoffnung bekommt eine Formel - Die Drake-Gleichung und die erste Suche
- Teil III: Keine Aliens - die provokante These von Michael H. Hart
- Teil IV: Die Konfrontation - Kritik an Hart und Tipler und neue Sichtweisen
- Teil V: Vom SETI-Programm der NASA zur privaten SETI-Forschung
Teil V: Vom SETI-Programm der NASA zur privaten SETI-Forschung
William Proxmire - "Golden Fleece Award" (1978)
Die Finanzierung der SETI-Forschung mit Hilfe von Radioteleskopen erfolgte in den USA zunächst durch die US-Regierung, fiel dann aber Sparmaßnahmen des US-Kongresses zum Opfer.
Senator William Proxmire (Demokrat aus Wisconsin) verlieh der NASA für das SETI-Projekt 1978 zunächst seinen berüchtigten Negativpreis "Golden Fleece Award" für die Verschwendung von Steuergeldern. Er unterstellte der NASA, auf der Popkultur-Welle zu reiten, inspiriert von Science-Fiction-Filmen, wie "Star Wars" oder "Close Encounters" (Originaltitel: "Close Encounters of the Third Kind", "Unheimliche Begegnung der dritten Art", von Steven Spielberg, 1977).
Im Herbst 1981 stellte er im Haushaltsausschuss einen Änderungsantrag auf Einstellung der finanziellen Förderung im Bewilligungsausschuss des Senats, den er mit der Nutzlosigkeit des SETI-Programms begründete und verwies dabei auf Arbeiten von Frank J. Tipler und seine These, dass es keine Aliens gibt, weil wir sonst schon längst Spuren von ihnen gefunden hätten.
1982 wurden jedoch die Mittel für das Haushaltsjahr 1983 wieder bewilligt, nachdem Carl Sagan persönlich bei Proxmire vorstellig geworden war und ihn vom wissenschaftlichen Wert des Programms überzeugt hatte.
Carl Sagan - Unterschriften für die SETI-Forschung (1982)
Um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen, verfasste Sagan noch im selben Jahr eine internationale Petition unter dem Titel "Extraterrestrial Intelligence: An International Petition" ("Außerirdische Intelligenz: Eine internationale Petition"), die er in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift "Science" veröffentlichte, der Fachzeitschrift der "American Association for the Advancement of Science (AAAS)" ("Amerikanische Gesellschaft zur Förderung der Naturwissenschaften") und in der er bekannte Wissenschaftler aufrief, mit ihrer Unterschrift für die Fortführung und Erweiterung der SETI-Forschung mit Hilfe von Radioteleskopen zu stimmen.
Zu den 69 Unterzeichnern (Carl Sagan und 68 Mitunterzeichner) der Petition zählten zahlreiche international bekannte Wissenschaftler, beispielsweise der Physiker Stephen Hawk